Tierspuren richtig lesen

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone

katzenspurDas Lesen von Tierspuren konnte früher über Leben und Tod entscheiden. Cowboys, Indianer und Eingeborene lernten das Spurenlesen von Kindesbeinen an. Heutzutage lernt kaum noch ein Kind in unserer zivilisierten Lebenswelt das Spurenlesen. Obwohl jedes Tier seinen eigenen Abdruck im Schnee, im Sand oder auf schlammigem Waldboden hinterlässt, stellt das Lesen dieser Spuren auch Erwachsene immer wieder vor Rätsel. Dabei ist es gar nicht so schwer, ein Tier an seinem Fußabdruck zu erkennen. Wir erklären Ihnen, wie leicht das geht.

Wissenschaftliches Spurenlesen heißt Ichnologie

Das Lesen von Tierspuren beschäftigt längst auch Wissenschaftler, die dieser Sparte der Wissenschaft den Namen Ichnologie verliehen haben. Das aus dem Griechischen stammende Wort „Ichnos“ heißt übersetzt nichts anderes als „Spur“. Die Ichnologie versucht auf ihrem Gebiet, Trittspuren von Tieren aller Art zu erkennen und festzuhalten. Die von Tieren hinterlassenen Abdrücke werden in der Fachsprache auch Trittsiegel genannt. Sehen Sie im Sand oder auf dem Waldboden viele Trittsiegel aneinander gereiht, dann nennen Fachleute diese Suren nicht Fußspuren, sondern Fährte. Ähnlich einem Detektiv, nehmen Sie also Fährte auf, wenn Sie den Trittspuren der Tiere nachgehen.

Trittspuren selbst lesen lernen

Auch als Laie lassen sich die Trittspuren einiger Tierarten leicht bestimmen. Hierfür bedarf es allerdings einiger Übung. Nehmen Sie deshalb am Anfang einfach ein Buch mit auf die Spurensuche, um herauszufinden, um welches Tier es sich bei dem vor Ihnen liegenden Abdruck handelt. Mit der Zeit werden Sie Ihr Buch immer weniger zu Rate ziehen, weil Sie die markanten Spuren selbst deuten können. So, wie Sie in der Schule damals nach und nach Buchstabe für Buchstabe lesen gelernt haben, werden Sie auch das Spurenlesen lernen. Es kommt vor allem am Anfang darauf an, dass Sie sich zur Analyse der Tierart möglichst klare Trittsiegel suchen, um Verwechslungen vorzubeugen. Hunde- und Katzenabdrücke sehen sich beispielsweise auf den ersten Blick auch ähnlich. Erst bei genauerem Hinsehen werden Sie entdecken, dass beim Abdruck von Katzenpfoten keine Krallen zu sehen sind. Bei Hunden dagegen schon. Hundetrittsiegel sind eher oval. Sie enthalten Krallen und Ballenabdrücke, weil Hunde Ihre Krallen wie Spikes im Boden einsetzen, um Halt zu finden. Katzen hingegen setzen Ihre Krallen nur zu Jagd ein und nicht beim Laufen, damit sie nicht abstumpfen.

Versuchen Sie es mit dem Spurenlesen bei der nächsten Tour einmal selbst. Sie werden staunen!

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone

Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar