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Eisklettern erfreut sich unter Kletterfreunden weltweit immer größerer Beliebtheit. Das Wassereisklettern ist darunter besonders stark im Kommen. Ob an gefrorenen Wasserfällen, Gletschern oder mit Eis überzogenen Feldwänden ist egal – Eisklettern macht überall Spaß. Viele Kletterer schätzen dabei vor allem die besondere Herausforderung, die das kalte Eis mit sich bringt. Neben allen Spaßfaktoren gibt es beim Eisklettern natürlich auch eine zweite Seite der Medaille: Unfallrisiken. Wir zeigen dir hier, worauf du achten musst, um gesund zu bleiben und trotzdem Spaß beim Eisklettern zu haben.

Falsche Klettertechnik beim Eisklettern einer der häufigsten Gründe für Verletzungen

Bei einer Umfrage unter 100 Eiskletterern in den Jahren 2006 und 2007 zogen sich etwa 60 Prozent aller Studienteilnehmer Verletzungen zu. Die meisten von ihnen verletzten sich dabei vor allem beim Vorstieg. Zu den häufigsten Erkrankungen gehörten nach Angaben der Befragten Teilnehmer Sehnenverletzungen, Erfrierungen und Blutergüsse. Diese Verletzungen zogen sich die Eiskletterer jedoch nur in einem leichten Schweregrad zu. Als häufigste Verletzungsgründe wurden eine falsche Klettertechnik und ein plötzlicher Eisbruch genannt. Insgesamt war das Verletzungsrisiko, im Vergleich zu Sportarten wie Fußball, eher gering. Lediglich sechs Prozent der Teilnehmer des Eiskletterns zogen sich solche Verletzungen zu, die im Krankenhaus stationär behandelt werden mussten.

Vor dem Eisklettern aufwärmen und Vorsicht walten lassen

Um Unfallrisiken beim Eisklettern vorbeugen zu können, solltest du dich zunächst einmal mit der dafür notwendigen Klettertechnik auseinandersetzen. Das Klettern an einer gefrorenen Felswand ist schließlich noch schwerer, als an einer Felswand ohne Eis. Lasse dir die Klettertechnik für das Eisklettern vorher durch geübte Trainer genau zeigen. Nur so entgehst du Anfängerfehlern, die eventuell Unfallrisiken nach sich ziehen. Das Aufwärmen und Dehnen der Muskeln, Bänder und Sehnen sollte für dich vor dem Klettern selbstverständlich sein. Trotzdem wird es gern vergessen oder für nicht wichtig genug betrachtet. Diesem Fehlurteil kannst du leicht entgehen, indem du dich allen Unkenrufen zum Trotz ausreichend aufwärmst und bei jeder Klettertour Vorsicht walten lässt.

Die häufigsten Verletzungsrisiken und Gefahren beim Eisklettern:

  • Durch das Steigeisen und Eisgeräte bestehen Verletzungsrisiken beim Eisklettern, denn diese Geräte sind sehr spitz. Im schlimmsten Fall verliert man sein Steigeisen und der Sichernde bekommt es ab.
  • Auch durch absplitterndes Eis entstehen Gefahren beim Eisklettern. So kann der unten stehende von Eisbrocken getroffen werden.
  • Lawinengefahr: Auch Lawinen spielen beim Eisklettern eine große Rolle. Daher vor der Tour immer den aktuellen Lawinenbericht checken!
  • Rutschgefahr: Schnell ist man auf dem glatten Eis einmal weggerutscht und verliert den Halt. Auch kann durch Erwärmen das Eis schmelzen oder brechen.
  • Übermüdung: Eisklettern ist anstrengend. Durch die hohe Belastung übermüdet der Körper schnell und verliert an Kraft.
  • Mangelnde Sauerstoffversorgung. Eisklettern findet in der Regel in hohen Höhen statt. Dadurch kann die Sauerstoffversorgung eingeschränkt sein.
  • Kälte: Die Kälte beim Eisklettern darf nicht unterschätzt werden. Besonders Hände, Füße und Atemwege sind von Erfrierungen bedroht.

Die richtige Ausrüstung beim Eisklettern

Um beim Eisklettern möglichst sicher zu sein, solltest du auf eine passende Ausrüstung achten. Wichtig ist, dass die Kleidung beim Eisklettern sehr gut vor Kälte und Nässe schützt und dabei noch bequem ist und genug Bewegungsfreiheit ermöglicht. Sinnvoll sind dabei Knie- und Ellenbogenschoner. Idealerweise ist die Kleidung in Signalfarben. Auch sehr gute Handschuhe und ein Helm gehören zur Grundausstattung.

Essentiell wichtig zum Eisklettern sind Steigeisen, welche an den Kletterschuhen befestigt werden. Außerdem gehören Eispickel und ein Seil zur Ausstattung.

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