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Stellen Sie sich vor, Sie hätten sich verlaufen und die Nacht bräche über Sie herein. Mit zunehmender Dunkelheit wird es gewöhnlich sehr kalt im Wald. Zeit für Sie, sich eine Notunterkunft zu bauen. Wie das geht, verraten wir Ihnen hier.

Schritt 1: Einen Standplatz für die Unterkunft suchen

Notunterkünfte oder Schutzhütten sollten Sie nie direkt am Wasser bauen. Der Wasserstand könnte sich in der Nacht erhöhen und Ihre Hütte überschwemmen. Suchen Sie sich einen Ort aus, der mindestens 50 Meter von einem Gewässer, einer feuchten Wiese oder einem Moor entfernt ist. Bestenfalls wählen Sie einen etwas erhöhten Platz, an dem sich keine Nässe sammeln kann. Schauen Sie in der Nähe eines Waldes, denn dort gibt es immer genügend Baumaterial für Ihre Hütte.

Schritt 2: Die Unterkunft planen

Auf eine Heizung oder einen Ofen müssen Sie in der Natur verzichten. Aus diesem Grund sollte Ihre Notunterkunft auch kleiner gebaut werden, so dass Sie mit Ihrer Körperwärme den entstehenden Raum warm halten können. Planen Sie den Bau einer Tür immer fernab der Windseite, sonst zieht es direkt in Ihre Unterkunft. Gute Hüttenbauer planen die Türöffnung immer in Richtung Osten. Im Osten geht schließlich die Sonne auf, die Sie morgens gleich beim Aufstehen genießen können.

Schritt 3: Die Notunterkunft aufbauen

Suchen Sie sich zunächst einen langen Ast oder einen dickeren langen Stock. Dieser wird Ihr Dach tragen. Um mit dem Bau er Hütte zu beginnen, legen Sie den Ast in eine Astgabel, die sich hüfthoch in einem Strauch oder an einem Baum befinden sollte. Das Ende der Stange legen Sie entweder direkt auf den Boden oder wiederum in eine dafür ausgesuchte Astgabel auf der gegenüberliegenden Seite. Nun sammeln Sie fleißig kleinere Äste, die Sie wie eine Zeltbahn schön dicht an Ihre Aststange lehnen. Quer auf diese Äste werden ebenfalls dünnere Äste gelegt, so dass sich eine Art Gittergerüst bildet. Nun müssen Sie Ihr Gerüst nur noch abdecken. Benutzen Sie dafür Schilf, Gras, Lehm, Erde oder Reißig. Hauptsache, die Deckschicht ist mindestens 50 Zentimeter breit, so dass kein Wind und kein Regen hindurch kommen können. Bauen Sie die Deckschicht im Winter doppelt so breit, wie im Sommer, um sich vor Frost schützen zu können.

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Ein Kommentar

  1. Guten Morgen

    Danke für Ihren Beitrag zur Notunterkunft.

    Folgende Punkte möchte ich Ihnen gerne als Ergänzung empfehlen:
    Bauweise – Die Wände so bauen, dass bei leichtem Regen das Wasser abfliessen kann. (Lässt sich z.B. durch eine zusätzliche Schicht von Zweigen mit Blättern über dem eigentlichen Dach bewerkstelligen.
    Feuer – Vor/neben der Hütte einen kleinen Platz einplanen, auf dem Feuer gemacht werden kann. Entsprechend müssen auf dieser Seite der Hütte relativ nasse Baumaterialien verwendet werden (oder am Schluss eine dünne Schicht Humus über das Blätterdach)
    Hinweis – Von welcher Seite kommt das Wetter (Eingang …), die Umgebung auf Tierbauten überprüfen (gibt es nicht oft, wenn doch, dann merkt man’s …).

    Freundliche Grüsse

    Reto v/o Jump

    Reto v/o Jump

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