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Wer glaubt, mit dem Kauf eines teuren Rucksacks allein wird das Tragen von Lasten auf der nächsten Tour zum Kinderspiel, der irrt. Die Kunst liegt darin, seinen Rucksack so packen zu können, dass die Last der verschiedenen Gepäckstücke gleichmäßig am Rücken verteilt wird. Hierfür sollten Sie lieber mehr als weniger Zeit einplanen, denn gut gepackt ist halb getragen, lautet die Devise. Für eine Wanderung kommen schließlich leicht 15 bis 20 Kilogramm Gewicht zusammen. Wer dieses Gewicht nicht richtig verteilt, bekommt schnell Rückenprobleme und Verspannungen. Ein paar Grundregeln zur richtigen Verteilung der Last in Ihrem Rucksack haben wir deshalb auf den nächsten Absätzen zusammengestellt.

Vor der Tour: Geländeart beachten

Eine Faustregel unter Wanderern besagt, dass 30 Prozent des Gewichtes beim Wandern auf den Schultern und 70 Prozent davon auf der Hüfte getragen werden. Dabei ist wichtig, in welchem Gelände Sie unterwegs sein werden.

Moderne Rucksäcke machen es heute möglich, die aufzunehmende Last so zu verteilen, dass der Rucksack entweder schmal oder breit gepackt werden kann. Hier kommt es vor allem darauf an, welche Art der Tour Sie planen. Wollen Sie mit Ihrem Gepäck durch enge Felsspalten passen und sich in alpinem Gelänge auf engen Pfaden bewegen, sollten Sie Ihren Rucksack schmal halten, also die Seitentaschen flach packen und keine Gepäckstücke zusätzlich an den Rucksackseiten befestigen. Die Last sollte dabei eher auf der Hüfte, als auf den Schultern sitzen, um nicht so schnell aus dem Gleichgewicht zu geraten. Führt Sie Ihre geplante Tour eher durch flaches oder leicht bergiges Land, darf die Last gern an den Seiten gut verteilt sein, der Rucksack also breit gepackt werden. Der Schwerpunkt des Rucksacks darf in diesem Fall auch etwas höher liegen, da er sich auf diese Weise in der Regel angenehmer tragen lässt.

Lastverteilung unterwegs anpassen

Sobald sich das Gelände auf Ihrer Wanderung ändert, können Sie mit wenigen Griffen den Schwerpunkt des Rucksacks verändern und so die Last anders verteilen. Dazu müssen lediglich die Gurte des Rucksacks gelockert oder gestrafft werden.

Achten Sie vor der Outdoor-Tour unbedingt darauf, dass alle zusätzlich am Rucksack befestigten Gepäckstücke fixiert sind und dass sie sich beim Tragen nicht bewegen. Laufen Sie vor der Tour ein paar Meter Probe und kontrollieren Sie den festen Sitz. Bewegliche Teile am Rucksack kosten enorm Kraft, denn sie müssen durch eine Gegenbewegung ausgeglichen werden. Sobald Sie unterwegs bemerken, dass sich am Rucksack befestigte Gepäckstücke gelöst haben und bei jedem Schritt hin- und her schlagen, sollten Sie anhalten und diese Teile neu fixieren – Ihr Rücken wird es Ihnen danken.

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