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Trinkwasser ist lebenswichtig, das ist klar. Und auch auf Outdoortouren sollte man immer genug Wasser dabei haben. Doch kann man sich das im Winter nicht eigentlich sparen? Da kann man ja eigentlich Schnee schmelzen und trinken. Doch was genau muss ich dabei beachten? Ist das Schnee trinken ungesund? Im Prinzip gilt: Ja, Schnee kann getrunken werden. Hier erfährst du, wie Schnee richtig geschmolzen wird und was du dabei beachten musst.

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Schnee trinken: Was du zum Schmelzen benötigst

In den Hochgebirgen liegt das ganze Jahr über Schnee. Selbst in den Sommermonaten findest du dort somit immer ausreichend Möglichkeiten, an Trinkwasser heranzukommen. Du benötigst lediglich einen Outdoorkocher, um den Schnee abzukochen. Verwenden kannst du beispielsweise einen Multifuel- oder Benzinkocher. Selbst Gaskocher eignen sich hervorragend zur Wasseraufbereitung. Benzinkocher eignen sich am besten, weil sie selbst bei eisigem Frost noch eine beständige Hitzeentwicklung aufweisen. Suche dir eine gerade, feuerfeste Unterlage, wie zum Beispiel einen großen Stein, aus. Darauf kannst du den Kocher platzieren, ohne dass er im Schnee versinkt. Zum anderen bietet es sich an, um den Kocher herum einen Windschutz aufzustellen, der unter anderem aus einer einfachen Pappe oder einem dünnen Blech bestehen kann. Hierdurch sparst du eine Menge Benzin. Im Einzelhandel gibt es zudem Hitzereflektoren aus Aluminium, die sich um den Brenner herum aufstellen lassen.

Schnee vorsichtig schmelzen

Sobald du den Brenner entzündet hast, stelle einen Kochtopf darauf, der zu etwa zwei bis drei Zentimetern mit Wasser gefüllt ist. Das vorhandene Wasser hilft, den Schnee langsam aufzutauen, weil er so nicht direkt den Topfboden berührt. Fülle anschließend den  Schnee in den Kochtopf, den du mit einem Deckel verschließt. Gut geeignet zum Schmelzen ist fester, pappiger Schnee. Er benötigt im Topf nicht so viel Platz, wie frischer Pulverschnee und enthält auch nicht so viel eingeschlossene Luft. Presse den Schnee im Topf mit dem Boden einer Trinkflasche fest an.

Schnee schmelzen und trinken verbraucht viel Brennstoff

Ohne Frage – das Schmelzen von Schnee zur Herstellung von Trinkwasser kostet eine Menge Benzin. Eine Kartusche, die sonst in den Sommermonaten für etwa zwei Wochen ausreicht, ist in der Wintersaison oftmals schon nach ein paar Tagen leer. Du solltest deshalb lieber ein paar Kartuschen Gas oder Benzin mehr einpacken. Pro Person solltest du mit bis zu 400 Millilitern Verbrauch am Tag rechnen.

Schnee nur in kleinen Mengen trinken

Doch wie gesund oder ungesund ist das Schnee trinken jetzt eigentlich? Um den geschmolzenen Schnee nun auch trinkfähig zu machen solltest du das Wasser unbedingt filtern und entkeimen. Denn der Schnee nimmt auf seinem Weg zum Boden viele Schadstoffe auf, die in der Luft sind.

Trotzdem sollte Schnee nur in Maßen getrunken werden. Wir raten auf jeden Fall davon ab Schnee als Ersatz für Trinkwasser über mehrere Tage zu verwenden! Warum? Schnee ist vergleichbar mit destiliertem Wasser. Es enthält keinerlei Mineralien oder Elektrolyte. Trinkt man Schnee in großen Mengen werden dem Körper sogar Mineralien und Elektrolyte entzogen. Dies nennt man „Osmose“ und kann zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen führen.

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