Bei einer mikroporösen Beschichtung handelt es sich um eine PU-Beschichtung, die aufgrund der zahlreichen, winzigen Löcher, mit der sie durchsetzt ist, besonders dampf- und luftdurchlässig ist.
Vornehmlich für Outdoorbekleidung eingesetzt, unterscheidet sie sich vor allem in Bezug auf Herstellungskosten von der bisher meist eingesetzten mikroporösen Membran, die sich zwischen den Materialschichten befindet.

Die relativ geringen Herstellungskosten sind der Grund dafür, dass sich eine solche Beschichtung auch in anderen Bereichen immer häufiger finden lässt, ebenso erfährt sie durch das häufige und wenig kostenintensive Herstellungsverfahren eine stetige Verbesserung, so dass mikroporöse Beschichtungen mittlerweile über eine durchaus annehmbare Qualität verfügen. Die Tatsache, dass sie im Vergleich zu einfachen PU – Beschichtungen atmungsaktiv sind, lässt sie eine hohe Nachfrage erfahren. Dennoch sollte man bedenken, dass mikroporöse Beschichtungen auf der Kleidung trotz aller Vorzüge wie Luft- und Dampfdurchlässigkeit, optimalem Feuchtigkeitstransport und günstigem Preis durchaus nicht so uneingeschränkt belastbar sind wie die bisherigen Membrankonstruktionen.

Dennoch setzen viele Hersteller von Outdoorkleidung auf dieses moderne Verfahren der Beschichtung. Von der Herstellungsart ähnlich, unterscheiden sich jedoch die Produkte der jeweiligen Marken durch Feinheiten, insbesondere durch ihren Namen. So können beispielsweise zwei annährend identische Produkte völlig unterschiedlich klingen, da jede Marke mit anderen Vorzügen der Beschichtung wirbt.
Trotz aller Unterschiede in Hinsicht auf Namensgebung und Herstellungsort läuft die Produktion dieser Beschichtung in der Regel ansatzweise identisch ab.
Eine Verfahrensweise gestaltet sich so, dass eine dünne Polyurethanschicht zunächst in ein Bad mit flüssigen Lösungsmitteln, wie etwa Formamide, getaucht und anschließend durch ein Wasserbad gezogen wird, um sowohl die Chemikalien zu entfernen als auch um den Vorgang des Poröswerdens zu stoppen.

Eine andere Art zur Herstellung der mikroporösen Schicht besteht darin, die mit flüchtigen Lösungsmitteln versehene Polyurethanschicht schonend zu erwärmen, damit Reste des Lösungsmittels verdampfen können. Zusätzlich wird ein Nichtlöser eingesetzt, der weniger flüchtig ist und durch Koagulation die spätere Beschaffenheit der mikroporösen Beschichtung gewährleistet. Dieses Verfahren zeigt sich gegenüber ersterem allerdings nachteilig, da der Herstellungsprozess alles in allem sehr aufwendig ist und sehr hohe Mengen an Lösungsmitteln benötigt werden. Aufgrund dieser Tatsache sind die Hersteller bei der Optimierung dieser Produktionsprozesse sehr eingeschränkt.

So lassen sich deutliche Qualitätsunterschiede erkennen, weshalb der Kauf von Outdoorkleidung keineswegs überstürzt oder am Preis festgemacht werden sollte. Die Unterschiedlichkeiten einzelner Modelle sind auf den ersten Blick für Laien kaum erkennbar.

Neu sind mikroporöse Beschichtungen von Sympatex. Hier handelt es sich um eine TransActive-Beschichtung, die durch ihre Qualität überzeugen kann. Die Sympatex-Membran weist eine porenlose Polyetheresterstruktur auf, was ihr einzigartige Eigenschaften verleiht.

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