Für viele Camping-Fans zählen die Pyrenäen zu einem der beliebtesten Wandergebiete überhaupt. Unzählige Tour-Möglichkeiten und atemberaubende Ausblicke auf naturbelassene Landschaften sind unter anderem der Grund dafür, dass mit jedem Jahr die Zahl der Wanderer in diesem Gebiet zunimmt. Wer in den Pyrenäen sein Zelt aufschlagen möchte, der sollte allerdings nicht zu einem Kurztrip in diese schöne Region der Erde aufbrechen, ohne ein paar wichtige Hinweise zu beachten. Dies gilt vor allem für Wanderfreunde, die nicht unbedingt in bewirtschafteten Hütten übernachten, sondern lieber in den verschiedenen Nationalparks campen wollen. In diesem Artikel geben wir dir deshalb ein paar Tipps an die Hand, mit denen sich das Zelten in den Pyrenäen leichter organisieren lässt.

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Das Zelten für eine Nacht ist kein Problem in den Pyrenäen

Egal ob auf spanischer Seite oder in den französischen Pyrenäen: Zelten für eine Nacht stellt in keinem der beiden Gebiete ein ernsthaftes Problem dar. Je nachdem, welche Strecke du für deine Tour auswählst, findest du innerhalb der Ortschaften und auch außerhalb davon bewirtschaftete und unbewirtschaftete Hütten vor. Neben diesen Hütten darf ebenfalls gezeltet werden. Ist auf längere Dauer keine bewirtschaftete Hütte auf deiner Strecke, solltest du unbedingt daran denken, einen Kocher und genügend Nahrung und Wasser mitzunehmen.

Campingplätze in den Pyrenäen: Sicher zelten

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Auch in den Pyrenäen gibt es organisierte Campingplätze. Einige dieser Campingplätze sind auch mit einem Supermarkt ausgestattet. Für ein kleines Zelt zahlst du hier zwischen 7 Euro und 11 Euro pro Person. Wer Sicherheit bevorzugt, dem empfehlen wir einen Campingplatz beim Zelten in den Pyrenäen.  Am besten erkundigt ihr euch schon vorher über geeignete Campingplätze auf eurer Route.

Pyrenäen: Zelten in Nationalparks von Baumgrenzen abhängig

In einigen Nationalparks der Pyrenäen unterliegt das Zelten bestimmten Baumgrenzen. Bestimmte Regeln gelten beispielsweise für den Ordesa Nationalpark und für den Nationalpark Monte Perdido. Im Sektor Ordesa ist das Zelten laut Kartenangabe lediglich oberhalb einer Höhe von 2100 Metern erlaubt. In den Sektoren Anisclo und Escuan hingegen darfst du schon ab einer Höhe von 1800 Metern dein Zelt aufstellen. Strenger geht es im Sektor Pineta zu. Hier ist das Campen erst ab einer Höhe von 2500 Metern erlaubt.

Im Park National des Pyrenees wiederum wird sich nicht an Baumgrenzen orientiert, sondern an Straßen. Zelte dürfen in diesem Park nur zwischen 19 Uhr und 9 Uhr aufgestellt werden und müssen mindestens eine Stunde von der nächsten Straße entfernt sein.

Hohe Strafen für illegales Zelten möglich

Gänzlich verboten ist das Zelten im Nationalpark Aigüstortes. Einige Wanderer, die hier trotz strengen Verbotes ihr Zelt aufgeschlagen hatten und erwischt worden sind, berichten von Strafen bis zu 300 Euro.

Egal jedenfalls, ob du dein Zelt auf spanischer oder auf französischer Seite aufschlagen willst – verlasse deinen Platz immer so, wie du ihn gern vorfinden würdest.

Preiswerte Übernachtung in Hütten in den Pyrenäen möglich

Auf einigen Strecken ist die Mitnahme eines eigenen Zelts nicht unbedingt notwendig, da es unterwegs genügend Hütten gibt. Die Preise für eine Übernachtung in diesen Hütten sind sehr moderat. Ohne Malzeiten bezahlt man für eine Übernachtung in einer Refuge, wie die Hütten auch genannt werden, etwa 13 Euro. Wer im Besitz eines DAV-Ausweises ist, übernachtet in vielen Hütten sogar noch preiswerter. Einige Hütten sind sogar mit Duschen ausgestattet. Das Duschen kostet zwischen 3 Euro und 4 Euro pro Person.

Die Hauptsaison in den Pyrenäen ist zwischen Juni und September. Zu dieser Zeit sind die meisten der Refugen bewirtschaftet. Da in der Hauptsaison allerdings auch die meisten Touristen vor Ort sind, lohnt es sich auf jeden Fall, bereits vor Abreise eine Übernachtung in den Hütten auf Ihrer geplanten Route zu buchen.

Wandern und Zelten in den Pyrenäen

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