Wenn du in der Natur unterwegs bist, dann wirst du immer wieder auf Wildpflanzen stoßen, die teilweise auch essbar sind. Dennoch solltest du nicht einfach alles was lecker aussieht essen, manche Beeren und andere Früchte können auch giftig sein.

Essbare Pflanzen von der Wiese

Auf unseren Wiesen wachsen auch einige essbare Pflanzen.

  • Hierzu zählen zum Beispiel Gänseblümchen, sie enthalten ätherische Öle und können sich positiv auf unsere Magen-Darm Gegend auswirken.
  • Die Blätter vom Löwenzahn kannst du prima zu einem Salat verarbeiten. Sie sind recht bitter – eignen sich aber dennoch für einen Salat. Oftmals wird Löwenzahn als giftig angesehen, da sich in den Stängeln der Blüte ein Milchsaft befindet – jedoch können alle Teile der Pflanze gegessen werden. Aus den Wurzeln vom Löwenzahn kann man auch eine Art Kaffeeersatz herstellen.
  • Brennesseln zählen ebenfalls zu den essbaren Pflanzen aus der Natur. Sie zählen sogar zu den Nutz- und Heilpflanzen, denn ihr Sud wirkt gegen Schädlinge und Pilzerreger. Werden Brennesseln gekocht, ähneln sie Spinat. Aber man kann auch gut Tee aus den Blättern herstellen.
  • Sauerampfer findet man auch oft in der Natur, und auch diese Pflanze ist essbar. Die Blätter schmecken leicht säuerlich und können als Salatgewürz verwendet werden. Allerdings kann aus den Blättern auch Tee gekocht werden.
  • Bärlauch wächst auf Wiesen und im Wald. Die Bärlauchblätter kann man als Salat, als Pesto, in Suppen oder als Brotbelag verwenden. Bärlauch schmeckt nicht nur sehr gut, sondern ist auch sehr gesund. Jedoch solltest du aufpassen und Bärlauch auf keinen Fall mit den giftigen Maiglöckchen verwechseln.
  • Auch die Blätter von Spitzwegerich sind essbar und eignen sich gut als Salat.
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Was du von den Bäumen im Wald essen kannst…

Auch von den Bäumen kannst du einiges essen. Dabei sind von vielen Bäumen in unseren Wäldern die Blätter essbar, teilweise haben die Bäume aber auch verzehrbare Früchte.

  • Von der Buche kannst du sowohl die Blätter, als auch die Früchte – die Bucheckern essen. Die Blätter schmecken leicht säuerlich und wirken antibakteriell und schleimlösend. Man kann sie roh essen.
  • Die Bucheckern kann man auch roh essen – allerdings bietet es sich hier an, sie zu rösten um Unverträglichkeiten vorzubeugen. Tipp: Besonders gut schmecken sie mit braunem Zucker karamellisiert. Vor dem Essen solltest du sie allerdings schälen. Hierzu kannst du sie mit kochendem Wasser übergießen, dann wird die Schale weich und lässt sich leicht abziehen.
  • Auch an den Bäumen wachsen oftmals essbare Blätter oder Früchte. Zum Beispiel sind die Blätter der Birke essbar – und schmecken gut als Salat.
  • Auch Buchenkeimlinge kannst du essen, auch sie eigenen sich gut für einen Salat. Allerdings solltest du die Wurzeln entfernen, da diese nicht wirklich schmecken.
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Essbare Beeren im Wald

Im Wald findest du immer wieder auch Sträucher, an denen Beeren wachsen. Nicht alle davon sind essbar, aber einige kannst du bedenkenlos verzehren.

  • Schwarzer Holunder ist essbar, allerdings solltest du ihn nur erhitzt essen. Roh sind die Früchte leicht abführend und brechreizfördernd. Gekocht als Marmelade schmeckt er aber gut.
  • Brombeeren wachsen an Sträuchern und du kannst sie auch roh verzehren. Du findest sie in der Regel von Anfang Juli bis Ende September.
  • Essbar sind auch Walderdbeeren, meist findet man sie am Wegesrand. Die Früchte sind kleiner als normale Erdbeeren und auch die Pflanze an sich bleibt recht klein mit einer maximalen Höhe von 25 cm.

Natürlich findest du im Wald auch viele Pilze. Welche davon essbar sind und welche nicht, findest du ihn unserem Beitrag zur Pilzbestimmung.

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Fuchsbandwurm – Vorsicht beim essen von Pflanzen und Früchten aus dem Wald

Natürlich solltest du bei den Pflanzen und Früchten, die du essen möchtest ein wenig vorsichtig sein. Der Fuchsbandwurm ist in Bayern bei jedem dritten bis vierten Fuchs nachweisbar und kommt generell vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Westösterreich vor. Fuchsbandwürmer sind 3-4 mm lange Würmer, die sich im Darm aufhält und dort Eier produziert. Hauptsächlich kommt er – wie der Name schon sagt – bei Füchsen vor. Die Tiere scheiden den Wurm (bzw. dessen Eier) mit dem Kot aus.

Die Eier sind resistent gegen Kälte, aber nicht sehr widerstandsfähig gegen Hitze. So können sie durch Abkochen abgetötet werden.

Werden Menschen vom Fuchsbandwurm befallen, ist dies für den Betroffenen zunächst schmerzlos – jedoch kann der Befall schnell lebensgefährlich werden. Früher war er ein sicheres Todesurteil – das ist heute nicht mehr der Fall. Die Krankheit muss aber schnell behandelt werden, sonst führt sie zum Tod. Da der Befall zunächst ohne Beschwerden abläuft, ist ein Fuchsbandwurm schwer zu entdecken. Allerdings treten häufig Oberbauchbeschwerden auf sowie Cholestase, portale Hypertension und sekundäre Leberzirrhose.

Daher gilt: Wenn möglich, solltest du Berren und Früchte von so weit oben wie möglich pflücken – und diese vor dem Verzehr gründlich abkochen!

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