Geschätzte Lesezeit: 1 Minute

Sonnenuhren sind die ältesten Uhren der Welt. Die Methode der Zeitmessung, bei der man die Stunden des Tages mithilfe des Sonnenstandes bestimmt, war selbst bei den alten Griechen schon bekannt. Selbst heute noch kann es hilfreich sein, eine Sonnenuhr zu benutzen – etwa, wenn Sie unterwegs sind und Ihre eigene Uhr unvorhergesehen den Dienst versagt. Für diesen Fall zeigen wir Ihnen, wie Sie sich in Windeseile selbst eine Sonnenuhr bauen können.

Einfachste Methode: Stock in die Erde stecken

So unglaubwürdig es klingen mag, es stimmt. Die einfachste Sonnenuhr der Welt besteht aus einem längeren Stock, den Sie in die Erde stecken, sobald die Sonne am Himmel scheint. Ihre Aufgabe ist es nun, den sich verändernden Schatten, den der Stock durch den Kreislauf der Sonne einnimmt, zu beobachten. Sie können sich den Schatten des Stockes auch als Zeiger der Uhr vorstellen. Wenn Sie wollen, können Sie mit kleineren Steinen Markierungen an den Stunden machen. Zwei Nachteile hat eine solche Sonnenuhr allerdings: Sie funktioniert nur bei Sonnenlicht und wird nach einiger Zeit ungenau. Wie wir wissen, nimmt die Sonne am Mittag ihren Höchststand am Himmel ein. Leider erreicht sie diesen Höchststand jedoch nicht immer pünktlich und auf die Sekunde nach 24 Stunden. Über kurz oder lang kann es deshalb zu Zeitverschiebungen kommen, die mit dieser einfachen Art der Zeitmessung nicht aufgefangen werden können.

Alternative: Sonnenuhr per Hand darstellen

Wer lange unterwegs ist, für den bietet sich die Handsonnenuhr an.  Hierfür benötigen Sie lediglich einen kurzen Zweig, den Sie bei ausgestreckter Hand senkrecht zum Boden zwischen Daumen und Zeigefinder klemmen. Am Morgen nach Sonnenaufgang klemmen Sie den Zweig in die linke Hand und zeigen mit der Handfläche in die der Sonne entgegengesetzte Richtung. Diese Richtung ist Westen, wo die Sonne abends untergehen wird. Am Nachmittag hingegen nehmen Sie den Zweig in die rechte Hand und zeigen mit flacher Hand dorthin, wo die Sonne morgens aufging. Zum Ablesen der Uhrzeit benötigen Sie nun nur noch das Wissen darüber, welche Stelle an Ihrer Hand für welche Ziffer steht. Beginnen Sie dabei mit Ihrem Zeigefinger. Er steht für die Sieben. Der Mittelfinger für die Sechs, der Ringfinger für die Fünf und der kleine Finger für die Vier. Die erste Fingerbeuge steht für die Drei, die zweite für die Zwei und das Ende des kleinen Fingers markiert die  Ziffer Eins. Der Handballen steht letztlich für die Zwölf (siehe Bild).

(Visited 512 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.