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Das Pilgern erfreut sich in den vergangenen Jahren auch in Deutschland wieder wachsender Beliebtheit. Zu einem der ältesten Pilgerwege zählt dabei der Jakobsweg in Spanien. Der Weg erhielt seinen Namen, weil er der Geschichte nach zum Grab des heiligen Apostels Jakobus in Santiago de Compostela führt. Die klassische Strecke entspricht in etwa einer Länge von 800 Kilometern. Er verbindet mehrere Königsstädte miteinander. Darunter zählen die Städte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was Sie auf dem Jakobsweg erwartet, wo Sie nächtliche Ruhe finden und welche Ausrüstungsgegenstände Sie auf der langen Reise auf keinen Fall vergessen sollten.

Atemberaubende Landschaften auf der Tour

Insgesamt zählt der Jakobsweg rund 32 Tagesetappen auf seiner Strecke. Einer der schönsten Startpunkte für den Trek ist noch immer die Stadt Santiago de Compostela.Entlang der bekannten Pilgerroute Camino de Santiago geht es durch die schönsten Regionen Spaniens. In den Landschaften der Navarra, in Rioja, Nordkastilien und Galicien wird das Pilgern zum Traum eines jeden Outdoor-Liebhabers. Verlaufen können Sie sich dabei kaum. Die Jakobsmuschel, das offizielle Pilgerzeichen, ist nahezu überall entlang des Weges angebracht und dient als Orientierungshilfe.

Wenn Sie den Jakobsweg entlang pilgern, werden Sie immer wieder auf berühmte Monumente der Geschichte einstiger Königreiche Nordspaniens treffen. Sofern Ihnen die Zeit bleibt, lohnt es sich auf jeden Fall, sich die Zeit für eine Besichtigung ausgewählter Stätten zu nehmen.

Pilgern einst und heute

Der ursprüngliche Grund für den Beginn einer Pilgerreise war früher die Auffassung, sich des eigenen Seelenheils zu vergewissern. Einige Pilgerer glaubten auch, Gott gegenüber eine Schuld ableisten zu müssen. Heutzutage zählen nicht mehr nur religiöse Motive zu den Gründen des Pilgerns. Heute sind es vielmehr sportliche Anreize, die Menschen pilgern lassen. Viele Pilgerer wollen einfach einmal heraus aus der Welt der Informationen und weg von Internet und Fernsehen.

Einigen Menschen ist auch die Beglaubigungsurkunde des Pilgerbüros in Santiago de Compostela ein Anreiz. Offiz4iell gilt schließlich, dass jeder, der die letzten einhundert Kilometer des Jakobsweges zu Fuß oder mit dem Pferd zurückgelegt hat und dies durch Stempel im Pilgerheft nachweisen kann, eine Urkunde über seine Pilgerschaft ausgestellt bekommt. Alternativ kann man auch die letzten zweihundert Kilometer des Weges mit dem Fahrrad zurücklegen, um die Urkunde zurücklegen, um die Bescheinigung ausgestellt zu bekommen.

Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort

Vor allem während der Sommermonate können Sie entlang des Weges in vielen Ortschaften zelten. Allerdings sind gerade in diesen Monaten auch unzählige Pilgerer aus der ganzen Welt auf dem Jakobsweg unterwegs. Innerhalb von etwa vier Wochen lassen sich alle Tagesetappen bewältigen. Planen Sie Ihre Zeit dennoch großzügig ein, denn die Wege und ihre Beschaffenheit wechseln sich ständig ab.

Was Sie auf jeden Fall mitnehmen sollten

Wenngleich sich das Pilgern auf dem Jakobsweg heutzutage recht komfortabel gestaltet, werden Sie immer wieder auf Widrigkeiten treffen. Schon deshalb sollten Sie unbedingt auf eine vollzählige und gute Ausrüstung zurückgreifen können. Unerlässlich ist beispielsweise die Mitnahme einer detaillierten Karte der Region. Wollen Sie nicht nur entlang des Jakobsweges pilgern, sondern auch außerhalb der ausgeschilderten Route, sollten Sie auf jeden Fall einen Kompass im Gepäck haben. Noch besser ist es, auf ein GPS-Gerät zurückgreifen zu können. Hierfür sollten Sie immer genügend Batterien bei sich tragen oder einen Ersatzakku. Laden können Sie die Akkus in nahezu jeder Pilgerstätte, falls Sie nicht im Zelt übernachten.

Die beste Pilgerzeit ist der Frühling. In dieser Zeit ist die Wetterlage relativ stabil und es sind noch keine Massen an Mitpilgerern unterwegs. Der Herbst bietet sich ebenfalls an, um den Jakobsweg zu erkunden. Allerdings müssen Sie zu dieser Jahreszeit eher mit wechselhaften Wetterlagen rechnen.

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Ein Kommentar

  1. Ein sehr schöner und informativer Beitrag. Wirklich sehr interessant. Bei Gelegenheit schau ich mal wieder vorbei, da freue ich mich schon drauf und bin sehr gespannt was es neues zu entdecken gibt. Vielen Dank. Ich freue mich schon auf weitere Berichte in diesem Blog.

    Jens

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