Biwakieren heißt, dass du ohne Zelt in der Natur übernachtest. Ein Biwak ist quasi eine Lagerstelle im Freien für eine Nacht.

Da du beim Biwakieren kein schützendes Zelt dabei hast, solltest du deinen Schlafsack vor Witterungsbedingungen schützen. Dazu eignet sich ein Biwaksack. Aber was ist ein Biwaksack eigentlich?

Was ist ein Biwacksack?

Der Biwaksack wird als Außenhülle über den Schlafsack gelegt um diesen vor Wind und Wasser zu schützen. Biwaksäcke gelten unter Hochgebirgsprofis als Allroundtalente. In Kombination mit einem Schlafsack schützen sie bei einer Übernachtung im Freien nicht nur vor Wind und Wasser, sondern zusätzlich noch vor Kälte. Praktisch ist der Biwaksack jedenfalls sehr, denn er schützt den empfindlichen Schlafsack gleichzeitig vor Verschmutzung. Der Körper ist somit vor Eis und Schnee geschützt und kann nicht auskühlen.

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Ein Biwaksack schützt dich und deinen Schlafsack.

Biwaksäcke für eine oder zwei Personen

Biwaksäcke sind bei verschiedenen Herstellern in mehreren Größen erhältlich. Einerseits lässt er sich allein von einer Person benutzen, andererseits gibt es auch Biwacksäcke, die in ihrer Größe für zwei Menschen gedacht sind. Der Vorteil dieser Biwacksäcke ist, dass nur eine der beiden Personen den Biwacksack am Rucksack tragen muss. Das spart in der Summe Gewicht und lässt außerdem die Mitnahme zusätzlicher Ausrüstung zu. Der Nachteil liegt gleichzeitig auf der Hand: Getrennte Übernachtungen an verschiedenen Orten sind auf gemeinsamer Tour damit nicht möglich.

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Beim Biwakieren den Sonnenaufgang in den Bergen erleben.

Moderne Materialien für Biwacksäcke

Biwacksäcke gibt es nicht nur in verschiedenen Größen, sondern auch in verschiedenen Materialausführungen zu kaufen. Preiswertere Modell bestehen aus wasserdichtem Kunststoff, also Materialien wie Polyurethan. Diese Biwaksäcke sind vom Gewicht her sehr leicht. Sie haben jedoch den Nachteil, dass sich nach einiger Zeit an ihrer Unterseite Kondenswasser bildet. Dieses Kondenswasser kann leicht an den darunter liegenden Schlafsack gelangen und diesen feucht werden lassen. Eisige Kälte, wie im Hochgebirge oft üblich sorgt dafür, dass sich das Kondenswasser schneller bildet, als anderswo. Für den Einsatz im Winter solltest du deshalb auf PU-beschichtete Biwacksäcke lieber verzichten. Vor allem, wenn du Daunenschlafsäcke benutzt, solltest du für den Biwaksack lieber etwas mehr Geld ausgeben, denn Dauenschlafsäcke sind von ihrem Material her sehr empfindlich, was eindringende Feuchtigkeit angeht.

Alternativ zu PU-beschichteten Modellen, gibt es auch Biwaksäcke, die aus dampfdurchlässigen Membranen, wie Gore-Tex oder Laminaten, wie Sympatex gefertigt sind. Der große Vorteil dieser Biwaksäcke ist, dass entstehende Feuchtigkeit zwar von innen nach außen gelangen kann, jedoch nicht von außen nach innen. Regen oder Eis werden so sicher abgehalten.

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