Gewässer zu überqueren, gehört für Outdoor-Liebhaber einfach zum Handwerkszeug. Nicht nur in Gebieten wie Island, in denen Wanderer häufig auf Furten treffen, müssen Gewässer durchquert werden. Auch in heimischen Gefilden finden sich immer wieder Flüsse und Bäche, bei denen erst lange Umwege bis zur nächsten Brücke in Kauf genommen werden müssen, um ans andere Ufer zu kommen. Wie Sie sich diesen Umweg sparen und trotzdem trocken an Ihr Ziel kommen, verraten Ihnen unsere fünf Tipps zur Gewässerüberquerung.

Tipp 1: Überblick verschaffen

Bevor Sie eine geeignete Stelle des Gewässers nach einer Möglichkeit zu dessen Überquerung absuchen, sollten Sie sich einen Überblick über die Umgebung verschaffen. Vielleicht ist die nächste Brücke oder ein quer liegender Baumstamm ja doch nicht so weit weg, wie Sie denken. Auf vielen Karten beispielsweise sind markante Brücken eingezeichnet. Falls Sie mit einem GPS-gerät unterwegs sind oder sogar über eine Internetverbindung über Ihr Handy verfügen, sollten Sie sich dort die nächste natürliche Überquerungsmöglichkeit anzeigen lassen. Erst wenn der Umweg partout zu weit ist, sollten Sie das feuchte Hindernis aus eigener Kraft überqueren.

Tipp 2: Die eigene Sicherheit steht an erster Stelle

Bäche, Flüsse oder Furten bestehen aus unterschiedlichen Untergründen. Eines haben alle fließenden Gewässer jedoch gemein: Strömungen, die gefährlich werden können. Denken Sie deshalb nicht allein daran, wie Sie schnellstens von einem Ufer zum anderen kommen, sondern daran, wie Ihnen die Gewässerüberquerung gelingen kann, ohne sich selbst zu gefährden. Gehen Sie deshalb einen längeren Gewässerstreifen nach oben und nach unten ab, um eine geeignete Stelle zur Überquerung zu finden.

Tipp 3: Geeignete Überquerungsstellen finden

Geeignete Stellen zur Überquerung von Gewässern sind bestenfalls so flach, dass Sie den Grund erkennen können. Suchen Sie nach einer Inseln, wie großen Steinen, Sandbänken oder schweren Hölzern im Wasser. Diese Stellen können Ihnen bei stärkerer Strömung als Ankerpunkte dienen.

Durch Gletscher gespeiste Gewässer verlieren nachts an Tiefe. Diese Furten überwinden Sie möglichst früh in den Morgenstunden.  Regen lässt Flüsse oder Bäche ebenfalls ansteigen. Warten Sie, bis sich das Wetter wieder beruhigt hat und der Pegel gesunken ist.

Tipp 4: Ausrüstung für die Wasserüberquerung

Zum Überqueren von Gewässern helfen Ihnen Gamaschen, Gummistiefel und einstellbare Hosenbeine, die sich mittels Gummizug justieren lassen. Knöcheltiefe Gewässer durchwaten Sie am besten gleich mit Ihrem Gepäck. Bei tieferen Furten sollten Sie zunächst ohne Gepäck ausprobieren, wie Sie am besten das andere Ufer erreichen können.

Tipp 5: Überquerungstechnik anwenden

Überqueren Sie Furten schräg und achten Sie darauf, stromauf zu waten. Umgehen Sie tiefere Stellen von vornherein. Ansonsten: Kehren Sie sofort um. Gut ist, wenn Sie mit einem Partner unterwegs sind, der vom anderen Ufer aus notfalls ein Seil zuwerfen kann. Halten Sie das andere Ufer fest im Blick. Sobald Sie aus dem Gleichgewicht zu geraten drohen, sollten Sie anhalten und erst weitergehen, wenn Sie wieder festen Stand haben.

Wenn das Wasser zu tief ist und Sie es nicht zu Fuß überqueren können, sollten sie in der Lage sein ein Floß zu bauen um das Hindernis trotzdem überwinden zu können.

 

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